Das wahre Haus auf der Grenze

Inhaltsverzeichnis · Leseprobe

Ein Buch über dieses Haus auf der Grenze hat es vor 25 Jahren schon einmal gegeben. Seine Nachkommen haben sein Andenken, sein Archiv und seine Bildersammlung treu erhalten, und sie haben mir, Dietrich Lemke, einem geborener Vachaer, hilfreich und großzügig erlaubt, seine Idee wiederzubeleben und seine Schätze neu zu  heben.  Dies  schien  mir  im

25. Jahr nach der Herstellung der Einheit Deutschlands und ein Jahr mehr noch seit der Maueröffnung des 12. November 1989 richtig und nötig. Die Geschichte von Einheit und Trennung und neuer Einheit von Vacha und Philippsthal ist nicht nur etwas für Geschichtserforscher, es ist etwas für Menschen mit Herz und Gefühl, ja, es ist eine richtig große Story … Das schon Bekannte ergänze ich um Erfahrungen und Entdeckungen aus den letzten zwanzig Jahren. Manches gewichte ich neu. Das eine und andere habe ich erst jetzt aus dem Nebel der Ungewissheit lösen dürfen.

 

Clute-Simon und Emmerich haben mit ihrem 1989 - 1990 erstmals erschienenen „Haus auf der Grenze“ eine lokale Dokumentation, keine Geschichte der deutschen Spaltung und Wieder-Vereinigung schreiben wollen. So wollte auch ich es halten. Aber ein politisches Buch haben sie und ich dennoch geschrieben – was könnte einer anderes abliefern, der das Thema vom Haus auf der Grenze mit Ernst angeht und es mit der Wahrheit genau nimmt? Wahr ist und bleibt vor allem eines:

Ami und Iwan hätten sich in Weidenhain nicht gegenübergestanden, hätte Hitlerdeutschland nicht zuvor Europa in den Krieg gestürzt. Werden und Handeln der beiden deutschen Staaten ergab sich nicht vorrangig aus ihren nationalen Wünschen und Zielen, es vollzog sich im Spannungsfeld der Sieger des Zweiten Weltkrieges und späteren Hauptfeinde des Kalten Krieges. Die Nachkriegsgrenze an der Vachaer Werrabrücke: Eine „innerdeutsche Grenze“? Das war sie a u c h. Eine „Innerdeutsche Angelegenheit“? Das war sie nie.

 

Als Zeichengeber und Förderer haben mir Astrid und Helgo Clute-Simon in Weidenhain hoch zu schätzende Unterstützung erwiesen - sie verdienen meinen Dank an erster Stelle! Großen Dank schulde ich auch den Nachfolgern Martin H. Weiks aus den Familien Lauterbach, Moses und Pickell in den Vereinigten Staaten, die mir umfassende Veröffentlichungsrechte einräumten. Auch Vachaer Heimat- und Geschichtserforscher, vor allem Günter Hermes, haben mir uneigennützig geholfen. Michael Knauf aus Philippsthal hat sein unerschöpfliches Bildarchiv geöffnet. Christian Schäfer hat einen Blick in das historische Archiv der Marktgemeinde Philippsthal unterstützt. Dank schuldet der Autor den Fachleuten des Amtes für Bodenmanagement  Homberg (Efze) und des Thüringischen Landesamtes für Vermessung und Geoinformation in Erfurt und Gotha wie auch des Archivs der Bundespolizeiakademie.

ISBN 978 – 3 – 00 – 048585 – 5

Format A 5, Softcover, 175 Seiten

Preis gedruckte Version  11,99 €

zuzüglich Versandkosten