Vachaer Heimatbuch

Inhaltsverzeichnis · Leseprobe

„Vachaer Heimatbuch in 2 Bänden“

Dieses Heimatbuch enthält vieles aus der eigenen Feder und manches aus eigener Forschung, das zum ersten Mal in einer Vachaer Chronik erscheint. „Eigenes Neues“ zu schaffen, war jedoch nicht mein vordringlicher Ehrgeiz. Ich wollte vor allem ein Sammler und Bewahrer sein des Vielen, was Berufene und Erfahrene, was die Zeitzeugen früherer Jahre und Jahrhunderte über Vacha und die es umgebenden Ämter aufgezeichnet haben. Wer besitzt schon, um Beispiele zu nennen, die Chronik der Stadt Vacha der Schullehrer Grau und Eckardt aus dem Jahre 1922 oder die Beiträge Albert Görks in den „Werrastimmen“ oder die Schriften des Völkershäuser Pfarrherrn Georg Franz Büff? Kaum ein deutsches Antiquariat kann sie anbieten. So habe ich mich bemüht, Abschnitte daraus neuen Generationen zuzuführen. Wo immer das von meinen Vorgängern Erforschte und Zusammengetragene von neueren Erkenntnissen nicht bedrängt ist, erscheint es fast unverkürzt in neuem Gewand.

Den mir günstig gesinnten Lesern, die vor Jahren meiner „Geschichte in der Thüringischen Rhön“ wohlwollende Aufnahme und erhebliche Verbreitung sicherten, rufe ich mein damaliges Eingangsbekenntnis in Erinnerung: Die Heimat Vacha endet nicht in den Fluren vor der Stadt. Wenn die Geschichte der Heimat erzählt werden soll, muss der Blick in andere Weiten gehen, als sie von der Spitze des Kirchturms aus erspäht werden können. Er muss sich auch auf die Geschichte des ganzen Deutschlands und auf die der Landesherrschaften richten - auf die der Fürstabtei Fulda, der Landgrafschaft Hessen-Kassel, der Henneberger Grafschaften und der Thüringer Sachsenstaaten, denen die Heimatstadt zugehörte oder denen sie benachbart war. Der Blick muss auch auf die angrenzenden Ämter, Gerichte und Vogteien fallen, das waren Rockenstuhl-Geisa, Fischberg-Dermbach, die Herrschaft der Boyneburgs in Lengsfeld, das Amt Krayenberg, die Vogtei Kreuzberg-Philippsthal, und gelegentlich auch darüber hinaus ... Der Leser weiß es ja: Die Kriege und Unruhen, die Naturgewalten und Seuchen, Not und Elend, aber auch Fortschritte und neue Hoffnungen endeten nie an Stadttoren und Amtsgrenzen.

Das Heimatbuch erfüllt gewiss die Anforderungen an eine C h r o n i k: Es schildert das „Nacheinander in der Zeit“. Aber es soll auch das „Nebeneinander im Raum“ wiedergeben – nicht nur das „w a s war“ beschreiben, sondern auch „w i e es war“, und scheut sich dabei notfalls nicht vor epischer Breite.

Ich hoffe, es wird bald ein Heimatfreund zur Feder greifen, der die von mir jetzt vorgelegte Vachaer Chronik um die 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts erweitert. Es sollte sich eine oder einer finden, dessen Urteilsfähigkeit nicht, wie Schiller sagen ließ, „von der Parteien Hass und Gunst verwirrt“ ist. Von der 2. Auflage an werde ich in den Band „Anmerkungen – Quellen – Register“ Ergänzungen aufnehmen, die dem Fortschritt der heimatkundlichen Forschung und Hinweisen meiner kritischen und hilfreichen Leser entspringen. Ich heiße jeden willkommen, der sich an der Vervollkommnung dieses Heimatbuches beteiligen möchte!

 

 2 Bände

ISBN 978 – 3 – 00 - 028957 – 6,

Format A 4, Hardcover,

Band 1   722 Seiten, Band 2   344 Seiten

Preis zusammen 125,00 €

zuzüglich Paketversand.